
Gefühle als Therapiekompass
Affekt- & Beziehungsfokussierte Therapien
"Psychotherapie 4.0"
"The only way out is through" (Robert Frost)
Ein aktueller Paradigmenwechsel in der Psychotherapie verlagert zunehmend den Fokus auf Prozessoptimierungen und bezieht dabei auch moderne digitale Anwendungen mit ein.
Nach Gründungs-, Oppositions- und einer gegenwärtig noch dominierenden Integrationsphase ("3. Welle" in der VT) beschäftigt sich die 4. Phase einer Psychotherapieentwicklung nicht mehr mit der Begründung immer wieder neuer Ansätze, sondern damit, schulenübergreifend beforschte Methoden in allgemein gültigen Prozessalgorithmen zu vereinen.
Der programmatische Titel "Psychotherapie 4.0" meint dabei einen systematischen Einbezug einer videobasierten und damit transparenten Zusammenarbeit, kollegial, aber vor allem auch gemeinsam mit den Patient:innen. Der Einbezug der KI (in Therapie und Therapeutentrainings), sowie unterstützende digitale Anwendungen helfen, Psychotherapie deutlich wirksamer zu gestalten.
Therapie im Gefühlskompass
"We are all broken- thats how the light gets in" (Ernest Hemingway)
Die differenzierte Arbeit in einem wissenschaftlich fundierten Gefühlskompass interveniert auf drei Ebenen: sie fördert das Erleben primärer verkörperter Affekte (die unverfälschbaren körperlichen Impulse), sie co-reguliert biografisch erworbene Angstschemata (hemmende oder dysregulierende Emotionsskripte) und hilft, die daraus resultierenden Selbstschutzmechanismen (Abwehr, Vermeidung als dysfunktionales Verhalten) bewusst zu erkennen und damit flexibel handhaben zu können, statt von Destruktivität unbewusst gefangen genommen zu sein.
Experiential Dynamic, Affektphobietherapie und Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy
In den Formaten der Experiential Dynamic Therapies (worunter auch verhaltenstherapeutische Übersetzungen, wie die Affektphobietherapie zählen) werden evidenzbasierte Interventionen entlang individueller Pat.reaktionen von Moment zu Moment angeboten. Objektivierbares Verhalten wird dabei in einem vereinfachten Gefühls- und Beziehungskompass verstanden. Zahlreiche Forschungsgruppen belegen inzwischen die anhaltenden, auch strukturellen Erfolge und hohe Effizienz mit umfassenden Prozess-, Wirksamkeits-, Kosten/Nutzen-, Metaanalysen und vielen (etwa 1000 videobasierten) Einzelfallanalysen.